Industrie 4.0 und Digitalisierung 4.0

Industrie 4.0

Claus Michael Sattler - Industrie 4.0 Digitalisierung 4.0

Mein Portfolio

Die Begrif­fe Indus­trie 4.0 und Digi­ta­li­sie­rung 4.0 ver­wen­de ich in der Regel syn­onym. Unter ande­rem bezeich­net Micro­soft die­se Art der Digi­ta­li­sie­rung auch als das „Inter­net der Din­ge“ / „Inter­net of Things“ (IoT).
Die Idee hin­ter Indus­trie 4.0 ist, dass der Lebens­zy­klus eines Pro­duk­tes digi­tal beglei­tet wird. Das betrifft alle Pro­zess­schrit­te wie z.B.

  • die Idee
  • die Ent­wick­lung
  • die Fer­ti­gung
    • an ver­teil­ten Stand­or­ten
    • bei unter­schied­li­chen Pro­du­zen­ten
  • die Nut­zung durch den End­ver­brau­cher
  • die War­tung
  • die Ent­sor­gung

Mit dem Begriff Indus­trie 4.0 beschrei­be ich in der Regel den Begriff die­ser Art der Digi­ta­li­sie­rung.
Mit­tels Indus­trie 4.0 wer­den also Pro­zess­schrit­te ver­schie­dens­ter Betei­lig­ter per Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie (IT) und Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie (TK) inein­an­der inte­griert. In der Indus­trie kön­nen so die auf­ein­an­der fol­gen­den Pro­duk­ti­ons­schrit­te an ver­schie­de­nen Stand­or­ten ggf. ver­schie­de­ner Unter­neh­men inein­an­der inte­griert und auto­ma­ti­siert auf­ein­an­der abge­stimmt wer­den. Die tech­ni­sche Grund­la­ge für Indus­trie 4.0

sind digi­ta­le und intel­li­gen­te Maschi­nen und Sys­te­me sowie damit ver­netz­te Schnitt­stel­len zu den han­deln­den Per­so­nen. In Indus­trie 4.0-basierten Geschäfts­pro­zes­sen inter­agie­ren Men­schen, Maschi­nen, gan­ze Anla­gen, Trans­port­sys­te­me der Logis­tik und die Pro­duk­te selbst mit­ein­an­der. Sie kom­mu­ni­zie­ren und koope­rie­ren direkt und ohne Umwe­ge mit­ein­an­der. Durch die Ver­net­zung aller am Pro­duk­ti­ons­pro­zess Betei­lig­ter opti­mie­ren mei­ne Kun­den gemein­sam mit mir nicht nur die Geschäfts­pro­zes­se, son­dern idea­ler­wei­se die gesam­te Wert­schöp­fungs­ket­te.

Sprache 4.0

Ergänzt wird der Begriff durch den von mir gepräg­ten Begriff Spra­che 4.0. Mit Spra­che 4.0 beschrei­be ich das Nut­zen von Spra­che zur Digi­ta­li­sie­rung der Doku­men­ta­ti­on. Dabei kommt dem digi­ta­len Dik­tat, z.B. mit dic­ta­te on demand mobi­le von Dic­ta­Team, eine beson­de­re Rol­le zu. Die so auf­ge­zeich­ne­ten Infor­ma­tio­nen kön­nen per Sprach­er­ken­nung oder Schreib­kräf­ten digi­ta­li­siert wer­den.

Empfinden 5.0

Indus­trie 4.0 und Spra­che 4.0 wer­den zukünf­tig durch das „Inter­net der Sin­ne“, von mir auch als „Emp­fin­den 5.0“ bezeich­net, abge­löst bzw. erwei­tert. Mei­ne Pro­gno­se ist, dass die Über­mitt­lung von Infor­ma­ti­on, die der Mensch mit ande­ren Sin­nen als dem Sehen oder Hören wahr­nimmt, wird Stan­dard wer­den. Das Inter­net der Gerü­che und das Geruchs­fern­se­hen wer­den genau­so Rea­li­tät wer­den, wie die fühl­ba­re Ober­flä­chen­be­schaf­fen­heit von Pro­duk­ten.

Eines der realisierten Projekte

Ein Her­stel­ler von Win­kel­ge­trie­ben such­te eine Mög­lich­keit, wie er mit­tels Ton­tech­nik die Kratz­ge­räu­sche in Getrie­ben auf Schä­den in der Maschi­ne rück­schlie­ßen kann. Eine dau­er­haf­te und kon­ti­nu­ier­li­che Über­wa­chung wur­de vom Kun­den aus­drück­lich nicht gewünscht. Er such­te eine Off­line-Lösung, die er in sei­ne Indus­trie 4.0-Strategie ein­bin­den konn­te.
Gemein­sam mit dem Kun­den ent­schied ich mich für die Auf­zeich­nung der Kratz­ge­räu­sche mit einem Smart­pho­ne. Im Ver­lauf des Pro­jek­tes stell­te sich her­aus, dass das Mikro­fon eines Smart­pho­nes nur bedingt für die­se Auf­ga­ben­stel­lung aus­ge­legt und geeig­net ist. Daher rea­li­sier­ten wir gemein­sam mit den Sprach­auf­zeich­nungs­ex­per­ten von Dic­ta­Team und deren Dik­tier-App dic­ta­te on demand mobi­le in Ver­bin­dung mit einem Rode NTG 2-Mikro­fon die Auf­zeich­nung der Kratz­ge­räu­sche auf einem Smart­pho­ne.
Nach der Auf­zeich­nung der Kratz­ge­räu­sche in einem 44,1 kHz-For­mat (Musik-Stu­dio-Qua­li­tät) wird die Auf­zeich­nung nun aus dic­ta­te on demand mobi­le auto­ma­ti­siert an das Audio-Labor des Kun­den gesandt und dort audio­tech­nisch unter­sucht. Weni­ge Minu­ten spä­ter wis­sen die Inge­nieu­re vor Ort genau, wel­ches Bau­teil in der Maschi­ne defekt ist und die Ser­vice­or­ga­ni­sa­ti­on des Her­stel­lers lei­tet unver­züg­lich die Repa­ra­tur der defek­ten Kom­po­nen­te ein.

Claus Michael Sattler - Netzwerk- und System-Management für Energieversorgungsunternehmen